Constantin Gahr

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A blog about things that I find interesting and the Via Alpina

Tag 011 – 016: Wir sind in den Alpen – Triglav Nationalpark

Auf dem Porezen biwakieren war nicht unsere beste Idee. Als wir aufwachen ist nämlich alles nass. Außerdem weht der Wind sehr stark und es ist ungemütlich. Darum packen wir schnell alles zusammen und steigen gegen 6 ohne Frühstück ab. Unterwegs gibt es einen Müsliriegel, im Tal dann ein kleines Frühstück und es geht direkt wieder bergauf.

Zustieg zur Crni Prsti Hütte

Mittags machen wir eine längere Pause und trocknen unsere Schlafsäcke. Danach geht’s weiter bergauf, bis wir auf dem Gipfel des Črna Prst auf unsere erste richtige Berghütte treffen, zusammen mit einem älterem Wirt, der uns hausgemachten Apfelstrudel serviert.

Unsere erste hochalpine Berghütte auf dem Gipfel des Crni Prsti.

Am nächsten Morgen wandern wir bei – wie immer – strahlendem Sonnenschein einen ausgesetzten Grat entlang.

Der Start des Grates. Im Laufe des Tages überschreiten wir alle sichtbaren Gipfel.

Die Aussicht ist phänomenal und wir genießen unser erstes richtiges Alpenpanorama mit dem Triglav im Mittelpunkt.

Panorama vom Grat mit Triglav in der Mitte.

Am Abend schlafen wir auf einer weiteren Hütte, die märchenhaft an den Triglaver Seen liegt und erholen uns dort von über 26km und 1300 hm von Wanderung.

Die Triglavskih jezerih Hütte liegt wunderschön am See.

Am nächsten Tag geht es über das Massiv des Triglavs nach Trenta. Am Morgen genießen wir dabei den noch schattigen Weg und beobachten pummelige Murmeltiere und flinke Gämse.

Ein pummeliges Murmeltier versucht vor uns wegzurennen.

Am höchsten Punkt queren wir einige Schneefelder und kommen dann bei der Dolicou Hütte an. Diese trohnt spektakulär in der Scharte, war aber leider noch geschlossen. Der Abstieg gestaltet sich dann aber sehr schwierig, da zwei sehr steile Schneefelder den Wanderweg blockieren.

Nach dem Absteig von der Dolicou Hütte.

Nachdem wir diese überwunden haben, ist der Rest des Abstiegs zwar lang, aber technisch einfach. Die Aussicht ist einzigartig.

Der Weg schlängelt sich entlang senkrechter Wände den Berg hinab.

Am Abend schlafen wir auf einem netten Campingplatz, direkt neben dem Fluss Soča. Unsere Füße sind nach 2000 hm Abstieg auch fertig und wir freuen uns auf die erste Dusche seit dem letzten Pausentag.

Eine von vielen Hängebrücken über die Soca.

Am nächsten Morgen geht’s direkt bergauf über den höchsten Pass Sloweniens, der Vrisč Pass. Sehr touristisch, aber schöne Aussicht.

Gipfelfoto auf dem Pass.

Vom Pass steigen wir noch ein bisschen weiter auf und überschreiten das dazugehörige Gebirgsmassiv. Der Abstieg ist grade am Ende schwer, da wir durch eine elendige Geröllscharte durch müssen.

Eine elendige Geröllscharte mit Wanderweg.

Am Abend schlafen wir dann direkt außerhalb des Triglav Nationalparkes und genießen im letzten Sonnenlicht das Bergpanorama.

Zeltplatz mit Bergpanorama.

Am nächsten Tag beenden wir den slowenischen Teil der Via Alpina mit dem Aufstieg zum Dreiländereck zwischen Italien, Österreich und Slowenien. Ab jetzt geht’s hin und her zwischen Italien und Slowenien, den karnischen Höhenweg entlang.

Der Wegweiser am Dreiländereck zeigt uns die Richtung für die nächsten Tage.

Rückblickend hat uns Slowenien mit wunderschönen Landschaften überrascht, die im Süden stark ans Alpenvorland erinnern — nur noch steiler und hügeliger — und im Norden mit dem Triglav Nationalpark beeindrucken. Ganz besonders in Erinnerung wird uns auch die Herzlichkeit & Gastfreundschaft der Slowenen bleiben. Auch wenn wir Slowenien jetzt auf der Via Alpina zurücklassen, irgendwann kommen wir bestimmt wieder.

> Kumulative Distanz: 240 km / 12 000 hm / 8 %