Constantin Gahr

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A blog about things that I find interesting and the Via Alpina

Tag 000 – Tag 004: Es geht los

Von Scheibbs nach Trieste fahren wir mit dem Zug, entspannt aber lang. Danach verwenden wir das (hoffentlich/leider) letzte motorisierte Transportmittel der ganzen Reise, ein Boot nach Muggia wo unsere Wanderung startet.

Obligatorisches Hafen-Selfie

Am Montag laufen wir in Muggia los. Direkt außerhalb wird es grüner und wir lassen die Zivilisation so bisschen hinter uns. Es ist ungewohnt warm aber noch angenehm.

Verena geht folgt einen Weg durch einen Wald
Der Wanderweg führt durch mediterrane Wälder.

Es ist heiß! Mittags können wir nicht wandern und machen stattdessen Nickerchen am Straßenrad im Schatten.

Verena liegt auf einer Bank am Straßenrad. Um sie herum liegen allerlei Zeug aus dem Rucksack.
Stillleben: überhitzte Wanderin am Straßenrad

Am Ende das Tages finden wir einen Bach mit natürlicher Dusche und waschen den Schweiß des Tages ab. Die offizielle erste Etappe endet hier, wir gehen aber noch ein bisschen weiter.

Naturdusche

Am nächsten Morgen gehen wir kurz weiter, holen Wasser, und frühstücken auf der gegenüberliegenden Talseite bei besten Wetter.

Unser erstes Outdoorfrühstück

In Slowenien finden wir das erste offizielle Via Alpina Schild und haben endlich die Bestätigung auf dem richtigen Weg zu sein. Insgesamt sind die Wege aber gut markiert. Außer an Stellen, wo ein kleiner durchwachsener Trampelpfad der richtige Weg ist und nichts auf ihn hinweist.

Das erste offizielle Via Alpina Schild

Die Wege sind sehr abwechslungsreich, uns war nicht bewusst, dass man im Hinterland Sloweniens so schön wandern kann. Ohne es bisher realisiert zu haben, sammeln wir dabei fleißig Zecken.

Trampelpfad in der Nähe der Feenhöhle

Am Vormittag des dritten Tages durchqueren wir einen Tunnel für Zwerge. Links im Bild ist Lucas, ein Kanadier der auch die Via Alpina geht. Unsere Wege haben sich am Vorabend gekreuzt und wir habem zusammen gezeltet. Wir werden uns sicher noch öfters sehen.

Ein Tunnel für Zwerge

Slowenische Esel.

Esel ❤

Gegen Mittag in der Hitze stehen wir am Fuß des Plesa’s, unserem ersten 1000er. Wir machen aber erstmal Pause, es ist zu heiß. Am frühen Nachmittag geht es dann fast 800m steil bergauf. Es fühlt sich direkt hochalpin an.

Der Plesa von unten, unser erster 1000er

Auf dem Gipfel angekommen genießen wir kurz die Aussicht und steigen dann ab. Es ist fast 19:00 Uhr und wir wollen noch einige km gehen. Alle gewonnenen Höhenmeter sind wieder weg. Wir zelten in einem kleinen Waldstück und stellen vor dem Schlafengehen (endlich/leider) fest, dass sich unzählige Zecken auf unseren Körper tummeln.

Gipfelpanorama vom Plesa

Am Vormittag des vierten Tages laufen wir an der Höhlenburg in Predjama vorbei. Das ist vielleicht auch der schönste Teil des Tages, der Rest der Etappe ist von  20km Forststraße geprägt. Fast alles davon in elendiger Hitze bergauf auf den Javarnik (1241m).

Höhlenburg in Predjama. Constantin plant den Weg, während Verena von einer Katze abgelenkt ist.

Auf dem Gipfel angekommen sehen wir zum ersten Mal die Alpen im Dunst eines amstehenden Gewitters. Was haben wir uns da bloß vorgenommen.

Todo-Liste: Alpenpanorama vom Javarnik.

Vom Gipfel steigen wir ab nach Crni Vrh, wo wir uns das erste richtige Bett gönnen. Unsere Füße tun weh und wir können fast nicht mehr stehen (gehen geht überraschenderweise aber besser). Verena hat außerdem eine leichten (?) Sonnenstich und fällt am Abend erschlagen ins Bett.

Das kann ja noch was werden…