Tag 000 – Tag 004: Es geht los
Von Scheibbs nach Trieste fahren wir mit dem Zug, entspannt aber lang. Danach verwenden wir das (hoffentlich/leider) letzte motorisierte Transportmittel der ganzen Reise, ein Boot nach Muggia wo unsere Wanderung startet.
Am Montag laufen wir in Muggia los. Direkt außerhalb wird es grüner und wir lassen die Zivilisation so bisschen hinter uns. Es ist ungewohnt warm aber noch angenehm.
Es ist heiß! Mittags können wir nicht wandern und machen stattdessen Nickerchen am Straßenrad im Schatten.
Am Ende das Tages finden wir einen Bach mit natürlicher Dusche und waschen den Schweiß des Tages ab. Die offizielle erste Etappe endet hier, wir gehen aber noch ein bisschen weiter.
Am nächsten Morgen gehen wir kurz weiter, holen Wasser, und frühstücken auf der gegenüberliegenden Talseite bei besten Wetter.
In Slowenien finden wir das erste offizielle Via Alpina Schild und haben endlich die Bestätigung auf dem richtigen Weg zu sein. Insgesamt sind die Wege aber gut markiert. Außer an Stellen, wo ein kleiner durchwachsener Trampelpfad der richtige Weg ist und nichts auf ihn hinweist.
Die Wege sind sehr abwechslungsreich, uns war nicht bewusst, dass man im Hinterland Sloweniens so schön wandern kann. Ohne es bisher realisiert zu haben, sammeln wir dabei fleißig Zecken.
Am Vormittag des dritten Tages durchqueren wir einen Tunnel für Zwerge. Links im Bild ist Lucas, ein Kanadier der auch die Via Alpina geht. Unsere Wege haben sich am Vorabend gekreuzt und wir habem zusammen gezeltet. Wir werden uns sicher noch öfters sehen.
Slowenische Esel.
Gegen Mittag in der Hitze stehen wir am Fuß des Plesa’s, unserem ersten 1000er. Wir machen aber erstmal Pause, es ist zu heiß. Am frühen Nachmittag geht es dann fast 800m steil bergauf. Es fühlt sich direkt hochalpin an.
Auf dem Gipfel angekommen genießen wir kurz die Aussicht und steigen dann ab. Es ist fast 19:00 Uhr und wir wollen noch einige km gehen. Alle gewonnenen Höhenmeter sind wieder weg. Wir zelten in einem kleinen Waldstück und stellen vor dem Schlafengehen (endlich/leider) fest, dass sich unzählige Zecken auf unseren Körper tummeln.
Am Vormittag des vierten Tages laufen wir an der Höhlenburg in Predjama vorbei. Das ist vielleicht auch der schönste Teil des Tages, der Rest der Etappe ist von 20km Forststraße geprägt. Fast alles davon in elendiger Hitze bergauf auf den Javarnik (1241m).
Auf dem Gipfel angekommen sehen wir zum ersten Mal die Alpen im Dunst eines amstehenden Gewitters. Was haben wir uns da bloß vorgenommen.
Vom Gipfel steigen wir ab nach Crni Vrh, wo wir uns das erste richtige Bett gönnen. Unsere Füße tun weh und wir können fast nicht mehr stehen (gehen geht überraschenderweise aber besser). Verena hat außerdem eine leichten (?) Sonnenstich und fällt am Abend erschlagen ins Bett.
Das kann ja noch was werden…